Erfolg & PR - Interview mit PR-Wirkung - Alptraum oder Chance?

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Interview mit PR-Wirkung - Alptraum oder Chance?

13.02.2007 | Rubrik: Menschen & Öffentlichkeit, PR im Alltag | 0 Kommentare

Wer regelmäßig ein Mikro oder eine Kamera ins Gesicht gehalten bekommt, der geht mit seiner medialen Wirkung auf eine sehr routinierte Weise um. Betrachten Sie sich einmal selbst. Wie sehr sehen Sie sich selbst gern auf Fotografien oder auf den Videofilmen Ihrer Lieben bei Familienfeiern? Nach meinen Erfahrungen freuen sich meist nur die Kinder sich selbst auf diesen Filmen wieder zu finden.

Stellen Sie sich jetzt bitte vor, das Telefon klingelt und Sie werden gebeten ein Interview zu einem Thema zu geben, im dem Sie Experte sind. Ihre Meinung zählt. Zu einem späteren Zeitpunkt werden Sie viele Zuhörer oder Zuschauer haben. Wie fühlt sich das an?

Was ist zu tun, um mediensicher in der Öffentlichkeit zu stehen?

Drei Bereiche sollten Beachtung finden:

  1. Der Mensch, der interviewt wird.
  2. Was ist das Ziel im Interview? Auch auf den Inhalt kommt es an.
  3. Die Situation und Umgebung, in der das Interview stattfinden soll.

Es ist fast schon eine Binsenweisheit, dass die Körpersprache und die Betonung bei Informationen, die nicht augenscheinlich überprüft werden können, den größten Ausschlag für die Glaubwürdigkeit geben. Bei einem Interview kommt es trotzdem auch sehr darauf an, was der Befragte zu sagen hat.

Scheu vor der Unveränderbarkeit der Aussage

Eines der größten Probleme für Menschen, die als Experten interviewt werden, ist die Scheu (manchmal fast schon die Angst) vor der Unveränderbarkeit der eigenen Aussage. Man könnte ja etwas sagen, was nicht stimmt oder was man mir widerlegen kann. Selbstverständlich sollten Ihre Worte bei einem Interview wohl überlegt sein. Doch bitte, wir sind alle Menschen und irren ist bekanntlich ebenso menschlich, wie natürlich. Und ein Grundsatz gilt in der PR ebenso wie in der Werbung: Selbst schlechte PR und Öffentlichkeit ist besser als gar keine. Nehmen Sie nur das fast noch aktuelle Beispiel von StudiVZ: Schlechte Öffentlichkeit hat in keiner Weise den Verkaufserfolg der Gründer geschmälert, im Gegenteil.

Grundsätzliche Vorbereitung auf ein Interview

Wenn das Telefon klingelt und die Anfrage zum Interview gestellt wird, ist es meist für eine gute Vorbereitung zu spät. Es macht also Sinn sich grundsätzlich auf ein Interview vorzubereiten, auch wenn es aktuell keinen Anlass gibt. Wenn Sie Experte für Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte befragt werden, ist es auf jeden Fall günstig eine Antworte auf gängige Fragen parat zu haben. Solche Fragen können sein:

  • Was ist denn das besondere an dem Produkt xyz?
  • Was macht Ihr Unternehmen aus?
  • Was sind Ihre wichtigsten Erkenntnisse aus einer bestimmten Zeit (z. B. als Gründer, als Berater oder als erfolgreicher Unternehmer)?
  • Was sind Ihre nächsten Projekte?
  • Mit wem arbeiten Sie zusammen?
  • Wer sind Ihre wichtigsten Kunden und warum?
  • usw. ...

Mein Praxis-Tipp also: Wenn Sie PR- und Öffentlichkeitsarbeit betrieben, dann sind Anfragen zu Interviews die logische Folge Ihrer Arbeit. Vorbereiten können Sie sich schon heute darauf, damit aus der Chance kein Alptraum wird.

Sven Lehmann streuverluste.de

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