Erfolg & PR - 10 Thesen – Wie wird die Zukunft von Journalisten & Weblogs?

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10 Thesen – Wie wird die Zukunft von Journalisten & Weblogs?

04.02.2007 | Rubrik: Medien, PR & Medienarbeit, PR im Alltag | 0 Kommentare

Qualitätsjournalismus & Blogs – allein die provokanten und ungewöhnlichen Thesen machen neugierig auf ein Business-Frühstück Nextperts mit Journalisten bei PR-Blogger Klaus Eck.

Klaus Eck informiert in einem kurzen Beitrag über die Weiterführung der Nextperts-Veranstaltungsreihe am 7. Februar 2007 in München. Den Journalisten Ulf J. Froitzheim konnte er als Referenten gewinnen. Sechs Thesen umschreiben den Themenfokus der Veranstaltung bereits im Vorfeld.

6. Blogs funktionieren nur in einem intakten medialen Umfeld.
Auch wenn die meisten Blogger in ihrem Sendungsbewusstsein von der Relevanz ihrer Geistesblitze überzeugt sind: Das Gros des Gebloggten ist nichts Originäres, sondern bezieht sich auf Veröffentlichungen professioneller Medien. Die werden gelobt, getadelt, kommentiert – und sind so die Kristallisationskerne jener Informationswolken, die wir Blogosphäre nennen. Auch wenn manche Chefredakteure die Blogger immer noch als Parasiten empfinden: Es könnten sich auch Symbiosen entwickeln. Es wäre eine sympathischere Perspektive als das, was jetzt mit „Leserreportern“ versucht wird.
These 6 von Nextperts 9.0

Neben der These 6 haben auch die übrigen Thesen Brisanz und fordern zum Nachdenken und Austausch der Meinungen auf. Klaus Eck fragt in seinem Blog:

  • Wozu noch Journalisten?

Alle 10 Thesen zur Information im Überblick:

  1. An miserablen journalistischen Leistungen besteht kein Mangel.
  2. Im Internet tummeln sich Experten aller Fachgebiete,
    die vielen Journalisten zumindest inhaltlich, oft auch sprachlich überlegen sind.
  3. Die Wissensgesellschaft, die sich von den Medien emanzipiert,
    ist und bleibt eine Utopie intellektueller Optimisten.
  4. Dass sich das Wissen der Menschheit exponentiell vermehrt,
    ist Quatsch. Was explosionsartig zunimmt, sind Worte.
  5. Das Netz ist voll gestopft mit dem Output von Journalisten.
    Von echten Journalisten. Oder von PR-Journalisten.
  6. Blogs funktionieren nur in einem intakten medialen Umfeld.
  7. Auch im seichten Wasser kann man ertrinken.
  8. Journalisten müssen im Internet zu Hause sein – UND das Leben draußen kennen.
  9. Der Rezipient kann stärker partizipieren – wenn er will. Der Journalist ist sein Diener.
  10. Massenmedien bleiben, gute Medienmarken haben eine Zukunft.

Jeder Blogger kann heute seine eigenen Thesen und Gedanken veröffentlichen. Längst bedarf es dazu keiner journalistischen Ausbildung. Und doch gewinne ich immer wieder den Eindruck, dass die Meinungen bei Journalisten über den Sinn und die Perspektive dieser Freiheiten selbst umstritten sind. Während die einen neue Chancen auf sich zukommen sehen, fürchten andere ggf. auch um ihre Arbeit.

Seit ich persönlich im Internet schreibe, gehe ich mehr denn je respektvoll und mit Hochachtung mit Journalisten um. Dennoch bemerke ich immer wieder, dass einige Journalisten-Weblog mich eher an die Bleiwüsten der Offline-Welt erinnern denn an die modernen multimedialen Seiten von Bloggern. Und auch bei so manchem Bericht bin ich ernüchternd wieder von dannen gezogen, wollte man mich doch scheinbar nicht informieren, sondern musste ich mir den Extrakt der Nachrichten aus dem Beitrag gar mühsam wieder zusammensuchen.

Den Blick konstruktiv nach vor in die Zukunft zu lenken scheint mir angesichts der gestellten Fragen heute einmal mehr auf der Tagesordnung zu stehen. Insofern bin ich gespannt ob der Berichte von Klaus und den Ausgang der Diskussion.

Die Erläuterungen der Thesen lest bitte selbst. Eure eigene Meinung dazu ist gefragt. Da weder alle Leser nach München fahren können noch an der Veranstaltung teilnehmen dürfen, bleibt interaktiv hier die Gelegenheit der Meinungsbildung und des Austausches.

Welche Gedanken gehen Euch beim Lesen dieser Thesen durch den Kopf?

Jörg Petermann - einfach-persoenlich.de

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